Von Wasserfällen, Geburtstagen und Hängematten: Das faule Strandleben auf Koh Samui
7 03 2011Unsere Zeit hier auf dem touristisch schon deutlich besser erschlossenen Koh Samui neigt sich schon wieder ihrem Ende zu und ich werde die Gelegenheit nutzen, da ich gerade etwas Zeit aufbringen konnte (und nicht gerade in der Hängematte oder im Sand liege) um euch alle mal auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen.
Obwohl wir doch einiges erlebt haben, haben wir im Grunde nicht viel gemacht. Die meiste Zeit des Tages verbringen wir in der Horizontalen und genießen es, einfach faul zu sein. Unser bescheidenes Guesthouse liegt direkt am Strand und gleich am ersten Abend habe ich schnell meinen Lieblingsplatz gefunden, an dem ich viel meiner Zeit verbringe, Musik höre oder Tagebuch schreibe. Es ist unglaublich gemütlich in dieser Hängematte, man hat einen beeindruckenden Blick und ab und zu weht einem eine warme Seebrise ins Gesicht. Traumhaft:
Mein Lieblingsplatz
Schnell lernten wir in unserem Guesthouse andere Traveller kennen. Die ersten drei Tage begleiteten uns vier Deutsche: Markus und Julia aus München und Lasse und Malte aus Hannover. Wir besuchten erst gemeinsamen einen Nachtmarkt, ganz in der Nähe von unserer Unterkunft. Dort konnte man viel Essen kaufen, darunter sogar normale, deutsche Brötchen!!Auf Markus Empfehlung fuhren wir dann mit dem Roller weiter zu einer weit abgelegenen Bar, die Markus als „Rastafari-Bar“ ankündigte. Angekommen saßen wir erst einmal 15 Minuten alleine herum, bis aus einem Hinterzimmer die thailändische Version von Jack Sparrow (inklusive Papagei) hervorkroch und uns mit einem freundlichen „Hey man, what do you want to smoke?“ empfing. Der Abend an sich war ganz lustig, aber auf das freundliche Angebot wurde natürlich verzichtet, alleine schon aufgrund der Gesetzeslage hier in Thailand.
Den nächsten Tag bemühten wir uns mittags aus unserer Koje, um einen Ausflug zu den Na Muang Wasserfällen im Süden der Insel zu machen. Insgesamt dauert die Tour dorthin mit dem Roller ungefähr eine Stunde, was sich aber wirklich gelohnt hat. Rollerfahren macht hier wirklich unglaublich Spaß. Wir haben zwar Linksverkehr und jeder fährt, wie er will. Aber es ist echt einfach und die Straßen sind auch nicht zu voll. Wir haben uns auf jeden Fall schnell dran gewöhnt! Auch ein tolles Gefühl der Freiheit, über die Insel zu fahren und mit Niki zusammen die ein oder andere Performance von „Ain’t no mountain high enough“ auf dem Motorcycle zu schmettern!
Das Höllengefährt
Wir parkten also unseren Roller, verzichteten auf die zahlreichen Angebote fürs Elefantentrekking (die Tiere werden unglaublich gequält: Gelenkt werden die Elefanten mit einem Stock, an dem vorne ein umgebogener Nagel befestigt ist. Damit schlägt der Führer dem Tier links oder rechts an den Kopf, je nachdem in welche Richtung es gehen soll. So etwas unterstützen wir natürlich nicht!) und gelangten schließlich nach kurzer Wanderung durch den Dschungel zum ersten Na Muang Wasserfall. Der Anblick war überwältigend und wir nutzten schnell die Gelegenheit, um endlich mal ein kühles (das Wasser im Meer ist nämlich 29 Grad warm) Bad zu nehmen und uns zu erfrischen.
Kalte Dusche unter dem Na Muang Wasserfall
Wir verbrachten ungefähr 2 Stunden dort am Wasserfall, bevor wir uns zu dem zweiten Na Muang Wasserfall aufmachten. Dieser war auch schön, aber der Weg dorthin weitaus beschwerlicher. Wir erreichten nach einer circa 30-minütigen Wanderung die erste Stufe des Wasserfalls, nahmen ein Bad und beschlossen dann umzukehren. Ich weiß, wir sind faul. Aber alle Reisenden, die wir getroffen haben, waren mit uns einer Meinung, dass der erste Wasserfall deutlich schöner ist. An dem ersten konnte man sogar von einem großen Fels ins Wasser springen, was wirklich riesigen Spaß macht.
Am Abend feierten wir mit den vier Deutschen am Lagerfeuer in meinen Geburtstag rein. Ein sehr entspannter Abend und um 24 Uhr gab es sogar einen Geburtstagskuchen. Ich fand das wirklich schön, wir hatten die Leute erst einen Tag vorher kennengelernt und jetzt sitzt man mit ihnen am Feuer und bekommt sogar ein Geschenk. Klar, war es komisch, ohne Familie zu feiern, aber so fühlte man sich nicht ganz so allein. Wie es der Zufall so wollte, wurde um 24 Uhr sogar auf der gegenüberliegenden Strandseite ein Feuerwerk gezündet.
Geburtstag am Strand
An meinem Geburtstag fuhren wir zu einer weiteren Sehenswürdigkeit hier auf Samui, dem Großmutter-, bzw. Großvaterfelsen. Unterbrochen wurde die Fahrt von einem Platten, den wir aber schnell für umgerechnet 4€ reparieren lassen konnten. Später verabredeten wir uns mit Nick und Lysa aus Quebec, Kanada, die ich ansprach, ob sie nicht Lust hätten, mit uns den Abend zu verbringen, da die anderen Deutschen abgereist waren. Wir trafen uns also wieder am Lagerfeuer und tranken ein wenig. Nick anscheinend ein bisschen zu viel, trotzdem oder gerade deswegen sorgte er aber am nächsten Morgen für eine witzige Geschichte: Es verhält sich wohl bei ihm so, dass er, wenn er betrunken ist, schlafwandelt. Er erzählte mir, dass seine Freundin ihn mitten in der Nacht rumrennend auf dem Parkplatz vorfand. Dann ging Nick zurück in seine Hütte, aufs Klo. Jedenfalls dachte er das. Lysa weihte ihn am nächsten Morgen ein, dass er sein großes Geschäft nicht ordnungsgemäß dort verrichtet hatte, wo man das nunmal tut, sondern direkt neben (!!) seinen Strandbungalow. Unter freiem Himmel also.
Den Abend verbrachten wir dann bei unserem Stamm-Restaurant. Qu Phocs Barbecue. Wir verabredeten uns wieder mit Lysa und Nick und auch Tess und Kim aus Australien sowie Eve aus Südafrika waren dabei. Wir wohnen alle zusammen im Guesthouse und hatten noch nichts gegessen. Wir hatten also ein tolles, internationales Barbecue. Heute ist unsere Gruppe wieder verabredet. Wir wollen auf den Nachtmarkt gehen und dort essen.
Ich freue mich trotzdem auf die Weiterfahrt auf die nächste Insel, denn ich habe das Gefühl, hier auf Samui jetzt alles zu kennen und außerdem ist es mir an manchen Stellen der Insel zu touristisch, was sich dann auch in den Preisen niederschlägt. Morgen geht es für Niki und mich weiter nach Koh Phangan. Eve ist zur gleichen Zeit dort, genauso wie Tess und Kim. Wir werden uns dort also wiedersehen. Ich freue mich schon darauf.
starke sache wie immer! ich wünsch dir (zugegebenermaßen sehr verspätet 🙂 ) alles gute zum geburtstag!
Du siehst richtig gut aus! Die erste Aufnahme, wo du an deinem Lieblingsplatz bist, ist mein Lieblingsbild- wirklich toll! Liebe Grüße auch von Lennart.
Viel Glück im neuen Lebensjahr! Herzliche Grüße aus dem kalten, aber endlich auch wieder sonnigen Norden! x SB
Haaallooo Lotterleben aber es sei dir vergönnt alter. Richtig genial ist ja dein Geburtstag da kennt man sich erst n Tag und trotzdem so viel Herzlichkeit find ich jut. Und du unterm Wasserfall…..Raaaawwwr hot hot hot 😀
Hallo Leon,
da hat sich das Schuften in der Käsefabrik ja doch gelohnt !
Geniesse weiterhin…7 Monate sind bei so vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen schnell vorbei !
Küssi Mama